Die Suche nach dem eigenen Weg

Ich bin 1968 in Stuttgart geboren und im etwas südlich von Stuttgart gelegenen Böblingen aufgewachsen. Schon in der Schule engagierte ich mich und entwickelte ein grundlegendes Interesse am Politischem als auch an der Religion. Oder neutral formuliert: am spirituellen Aspekt des Lebens. Meine Grundfrage lautete damals wie heute: Wie können Menschen in der Welt leben, damit es ihnen und der Welt im Großen und im Kleinen gut geht?

Als Zivildienstleistender arbeitete ich achtzehn Monate mit geistig und körperlich behinderten Menschen von denen ich viel über Glück und Zufriedenheit lernen durfte.

Was für mich dabei deutlich erfahrbar wurde ist, dass Glück und Liebe keine theoretischen Angelegenheiten sind und dass man, um Sie erfahren und schenken zu können keinen hohen IQ braucht.

Im folgenden Studium der Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz wurde ich diesbezüglich jedoch nicht so recht fündig. Darunter litt ich in dieser Zeit auch, weil ich mich immer irgendwie “falsch” fühlte im Elfenbeinturm. Meinen Eltern, die mir all das ermöglichten, wollte ich es natürlich auch recht machen, so dass ich mich lange quälte, bis die Entscheidung fiel noch einen anderen Weg einzuschlagen.

Ich hatte Sehnsucht nach einem lebendigeren, weniger analytischen Ansatz. Anstatt Menschen zu objektivieren und wie Schachbrett-Figuren zu betrachten, wollte ich fühlendes Wahrnehmen und Vernunft miteinander verbinden.

Was ich damals nicht in Worte kleiden konnte: mich interessierte in erster Linie Weisheit und in zweiter Linie erst Wissen.

Das ist auch heute noch so: Was ich in der Welt beobachte ist, dass Wissen ohne Weisheit eine Welt hervorbringt, in der immer weniger Platz ist für Liebe und Glück; eine Welt in der die scheinbare “Alternativlosigkeit” von Gewinnmaximierung Menschlichkeit und den Erhalt der natürlichen Grundlagen des Lebens für kommende Generationen zu romantisch verklärten Spinnereien verkommen lässt.

Naturheilkunde als festes Fundament

Nach einem erfahrungsreichen Jahr in Kanada, wo ich – noch im Rahmen des Studiums – bei einer indianischen Organisation arbeitete, führte mich mein Leben schließlich 1996 nach München auf die Josef-Angerer Heilpraktiker Fachschule – übrigens die älteste Heilpraktiker Schule Deutschlands -, an der ich dann ein Vollzeit-Studium über drei intensive Jahre absolvierte.

Dort fand ich die Weltsicht der Naturheilkunde, die mir nach wie vor geistiges Zuhause, nicht nur für Medizinisches ist. Sie bietet einerseits eine umfassende Erklärungskraft ohne zu behaupten auf der Grundlage von Wahrheiten zu arbeiten. Sie weiss, dass Wahrheiten sich mit dem Fortschreiten der Wissenschaft verändern. Darum sind es Modelle und Metaphern die die Grundlage bilden.

Andererseits ist sie praktisch veranlagt und verharrt nicht in der Theorie, sondern führt in die Praxis. Und das Ganze mit einem liebevollen, ja ehrfürchtigen Blick auf das Leben und seine Wunderhaftigkeit.

Mit der Bowen Therapie fand schon 1999 eine durch und durch naturheilkundliche Körperbehandlung direkt am Anfang meiner Heilpraktiker-Karriere zu mir. Durch sie konnte ich schon bald viele Dinge verknüpfen, die mir lagen. Nämlich Naturheilkunde, Arbeit mit Gruppen, Unterrichten, Organisieren und mein Spaß daran englisch zu sprechen. Mittlerweile kann ich behaupten als der Experte für diese Therapie im deutschen Sprachraum zu gelten.

Neben der klassischen Tätigkeit eines Heilpraktikers in der Praxis konzentrierte sich meine Arbeit bald schon stark auf die Lehre und Verbreitung der Bowen Therapie in Deutschland und in der Schweiz. So habe ich nie die Praxis als Gefängnis empfunden, wie so manche Kollegen, die 5-6 Tage die Woche einen Patienten nach dem anderen behandeln und sich dann irgendwann nur noch nach Abwechslung sehnen. Ich freu mich noch immer auf dem Weg in die Praxis, weil sie nur einen Teil meines Berufs ausmacht.

Ganz losgelassen hat mich die Politik bei all dem nie. Seit Mai 2014 bin ich Mitglied im hiesigen Marktgemeinderat. Dort und als Mitinitiator der, mittlerweile als gemeinnütziger Verein etablierten Initiative “Transition-Region Ammersee” e.V. versuche ich auf dieser Ebene einen positiven Beitrag vor Ort zu leisten.

Alles auf einmal ist zuviel

Die Jahre nach der Heilpraktiker Zulassung waren turbulent. In der Heilpraktikerschule hatte ich meine spätere Frau kennen gelernt. Unser erstes von vier gemeinsamen Kindern kam 1999 zur Welt. In den folgenden Monaten und Jahren versuchten wir uns als junge Familie zu finden und eine Praxis aufzubauen. Das Deutsche Zentrum für Bowen Therapie, das sich schon formierte brauchte damals sehr viel Aufmerksamkeit von mir. Wir zogen an den Ammersee und bauten in Dießen ein Haus. Wir bekamen das zweite Kind 2001, das dritte 2003 und das vierte 2005…. und ich entwickelte körperliche und seelische “burnout” Symptome und – “scheiterte”.

Das “Scheitern” für mich war das Verlassen der Familie, der ich doch so unbedingt gerecht werden wollte. Waren – und sind – sie doch die wunderbarsten Menschen in meinem Leben.

Es gelang mir damals nicht die Brisanz meiner Situation richtig einzuschätzen, das richtige Maß zu finden und mich dann auch ausreichend um mich selbst zu kümmern, um somit auch für alles andere erhalten zu bleiben. Das unbedingte funktionieren wollen ist etwas, was ich bei vielen Patienten beobachten kann.

Heute bin ich diesbezüglich ein Meister der übt. Es ist und bleibt eine Herausforderung den Liebsten – also den vier Kindern und der jetzigen und der früheren Partnerin – sowie den Anforderungen des Berufes und sonstigen Engagements gerecht zu werden, ohne sich selbst dabei zu vergessen.

Dabei darf ich heute, nicht ganz ohne Stolz, behaupten, dass wir eine intakte große Familie sind, die durch das Beharren darauf den Gegenüber immer als vertrauenswürdigen, liebenswerten Menschen zu betrachten zusammen gewachsen und zusammengewachsen ist.

Schmerz ist wertvoll

Sie haben in mir also jemand der sich mit seelischem Schmerz aus eigener Erfahrung auskennt. Ich habe im Anschluss an die Trennung viel – auch Unkonventionelles – ausprobiert um mit mir selbst wieder ins Reine zu kommen und mich selbst besser kennen und spüren zu lernen, so dass ich auch für meine Nächsten wieder zu einem verlässlichen Gegenüber werden konnte. Dabei durfte ich wachsen und schöne und weniger schöne Erfahrungen machen.

Gelernt habe ich jedenfalls viel über das Menschsein und seine verborgenen Seiten, die wir normalerweise nicht wahrhaben können und/oder wollen.

Eng verknüpft damit sind auch die körperlichen Schmerzen, die mir durch selbst durchlebte und durchfühlte akute Bandscheibenvorfälle eine wertvolle Erfahrung für meine Arbeit sind.

Das Glück im Leben

…. findet sich nach meinem Dafürhalten in den alltäglichen Dingen. Jede Begegnung bietet uns die Gelegenheit in Verbindung zu kommen mit dem was uns eint. Möglichkeiten gibt es endlos viele: Begegnungen von Mensch zu Mensch oder mit der Natur oder Tieren, auch Begegnungen mit Informationen oder mit Kunst oder sinnlich anregendem Essen, oder wie ich es Ihnen in der Praxis nahelege: Begegnungen mit dem eigenen Körper etc.

Wenn wir uns durch diese Begegnungen berühren und bewegen lassen und wahrnehmen können, wie die Welt in uns auf ein Widerhall trifft, der uns still werden lässt oder auch anregt in Aktion zu treten, dann spüren wir das Leben durch uns wirken und sind ein Teil dessen. Das ist Glück…

Welcher Typ sind Sie?

Wissen Sie schon, ob Sie Typ I oder Typ II sind? Finden Sie es heraus!

Kontakt

Tobias Hauser
Tobias Hauser

Freilich können wir nach einem unverbindlichen Gespräch noch besser und individueller beurteilen ob wir ein gutes Team abgeben um Ihre Ziele zu erreichen.

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